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Mittwoch, 14. Oktober 2009

Meeräsche im Ofen

Ich muss hier anfügen, dass wir uns zum ersten Mal an eine Meeräsche wagten und diese uns geschmacklich sehr enttäuschte. Wie hinreichend bekannt, müssen wir einen dieser Schlammwühler und -fresser gekauft haben. Der Geschmack äußerst modrig. Es gibt eine Vielzahl von Fischen, die uns wesentlich mehr überzeugen. Es war ein Versuch... die Meeräsche ist gegessen!




Für 2 Pers.:
1 Meeräsche (ca. 1-1,5 kg)
5-x Knoblauchzehen
Olivenöl
verschiedene Kräuter

Ich möchte dieses Rezept sehr kurz halten. Den Körper der Meeräsche von Kopf und Schwanz trennen. Verschiedenen Kräutern in die Bauchhöhle geben und den Fisch mit viel Knoblauchscheiben spicken. Mit Olivenöl einreiben und für ca. 25 min. im vorgeheizten Backofen (200 Grad) braten. Dazu passen Kartoffen, Reis oder ein Baquette mit einem Salat der Saison.

Dienstag, 13. Oktober 2009

Meeräsche


Die Meeräsche mit ihrem lang gestreckten, festen und torpedoartigen Körper besitzt große Schuppen. Ihre Lebensräume sind das Schwarze Meer, die Mittelmeerküste und die südeuropäischen Atlantikküsten. Im Sommer ist sie bis zu den Färöer-Inseln zu finden. Sie hält sich immer in Küstennähe auf, ist auch an Flussmündungen anzutreffen. In größeren Schwärmen ziehen sie umher und grasen wie Schafe die Algen von den Steinen. Die dicklippige Meeräsche wird durchschnittlich 30 cm groß, ist dann 2 bis 3 Jahre alt, und 1 kg schwer. Sie kann Längen von bis zu 80 cm und Gewichte bis zu 7 kg erreichen. Meeräschen haben einen so genannten Kaumagen, der den Mageninhalt zermalmt. Im Meer lebt sie auch dort, wo Wasserverschmutzung, niedriger Salz- oder Sauerstoffgehalt herrscht.

Das Fleisch der Meeräsche ist zart, weiß, hat einen ungewöhnlich hohen Jodgehalt und ist „angeblich“ sehr schmackhaft. Der Fisch eignet sich zum Grillen und Backen, auch in der Alu-Folie. Ein Besonderheit ist der Meeräsche zu eigen: Man schätzt in der Provence und in Griechenland weniger das Fleisch als deren Eitaschen. Diese werden am Stück eingesalzen, gepresst und getrocknet und von Bienenwachs umhüllt als „poutargue de Martigue“ verarbeitet. Besonders köstlich soll die poutargue de Martigue in Scheiben geschnitten, mit Olivenöl und Zitronensaft beträufelt oder über Nudeln geschabt, zusammen mit Knoblauch, Olivenöl und gehackter Petersilie sein. Ich habe mich an einer Meeräsche mit einer Länge von 48 cm und einem Gewicht von 1,4 kg versucht. Das Rezept folgt in den nächsten Tagen.