Samstag, 27. Juni 2009

Falsche Fische – ein Bericht über die Schwierigkeiten der Identifizierung einer „Seezunge“

Seezungen und andere Plattfische werden vom Verbraucher als Delikatessen angesehen und er ist bereit entsprechende Preise zu bezahlen. Diese Anforderungen kann der Markt nicht abdecken, da die nordatlantischen Plattfischbestände überfischt sind. Die Folge sind Importe aus anderen Meeresgebieten. Als Folge davon kam es zu falschen Kennzeichnungen von Fischen, die in Deutschland angeboten wurden. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass in einigen Ländern in bestimmten Marktsegmenten deutlich mehr als 20 % der Ware irreführend deklariert wurden. In einem Bericht des Johann Heinrich von Thünen-Institut (Online gestellt am 17.4.09) wird anhand des Beispieles einer Seezunge aufgezeigt, wie schwierig es ist, die Methoden der falschen Deklarierung aufzudecken. Das Fazit sieht schlecht aus: „… Fische und daraus hergestellte Erzeugnisse (werden) angeboten, die unzureichend oder irreführend deklariert sind. Seezungen und andere hochwertige Plattfische werden offenbar häufiger durch andere Fischarten substituiert… dass der Verbraucher gelegentlich damit rechnen muss, Fischerei-Erzeugnisse einzukaufen, die nicht identifizierbar sind… dass falsch deklarierte Fische teilweise aus illegalen Fischereien stammen…“

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