Donnerstag, 8. Oktober 2009

Der Wolfsbarsch

Der Wolfs- oder auch Seebarsch ist erkennbar an seiner stacheligen Rückenflosse und an dem schwarzer Fleck auf dem Kiemendeckel. Er gehört zur Familie der Meerbarsche und ist ein gefräßiger Raubfisch. In kleinen Schwärmen hält er sich in der Nähe von Felsenküsten zu finden, seinen regionalen Schwerpunkt hat er an den Fels- und Sandküsten Großbritanniens.Der Wolfsbarsch ist auf dem Rücken dunkelgrau bis silbrig, die Bauchseite hellsilbrig. beide Rückenflossen sind gleich lang, doch kann seine stachelige vordere Flosse hartstrahlig aufgerichtet werden. Besonderes Erkennungszeichen ist auch der auffallend schwarze Fleck auf den Kiemendeckeln. Wolfsbarsche werden etwa 80 Zentimeter lang und können bis zu 7 Kilogramm schwer werden.
Der Großteil der auf den europäischen Markt kommenden Wolfsbarsche stammt nicht aus Wildfängen, sondern aus der Mittelmeerländer. Auch in Deutschland gibt es inzwischen Testanlagen zur Wolfsbarsch-Zucht. Der Seebarsch ist bei Meeresanglern äußerst beliebt, da er eine große Kampfkraft an der Angel vorweist und aus einem Fischfleisch besteht.Im gesamten Fischverbrauch spielt der Wolfsbarsch nur eine Randrolle. Sein Fleisch ist wohlschmeckenden und grätenarm. Der feine und milde Geschmack seines Fleisches macht ihn zu einem Emporkömmling in der feineren Fischküche. Er wurde zu einem Edelfisch der Luxusklasse, den man so pur wie möglich zubereiten sollte. Damit von seinem milden Eigengeschmack nichts verloren geht, sollte ihn am liebsten als ganzen Fisch in der Haut auf Dampf gegart oder in einer Salzkruste gebacken, genießen.
Greenpeace sieht deutliche Anzeichen für eine Überfischung und gravierende Folgen für die Umwelt bei Aquakulturen. Wildfänge sind viel teurer und bei uns kaum im Angebot. In Aquakultur wird Eiproduktion hormonell angeregt. Jungtiere kommen nach 50 Tagen zur Mast in Netzgehege, Lagunen, Gräben oder Teiche. Auch aus Öko-Aquakultur. Wildbestände im Mittelmeer werden – wie fast alle Arten dort – schlecht gemanagt. Wolfsbarsch-Wildfänge in der Biskaya und im Ärmelkanal auch mit Trawlernetzen, in denen Delfine verenden. In der Aquakultur sind Küstenverbauung, Fischmehlfütterung, Abwässer, beengte Haltung und Antibiotikaeinsatz problematisch.

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