Sonntag, 9. Mai 2010

Hoki

Ich möchte einen Fisch vorstellen, von dem die Fischwirtschaft hoffte, ihn als ökologisch unbedenkliche Alternative für den Kabeljau in Schlemmerfilets zu ersetzen. Die Art trägt sogar das MSC-Zertifikat für nachhaltige Fischerei.

Der Hoki hat einen langen, schmalen zur Schwanzspitze hin keilartig zulaufenden Rumpf. Aus der südlichen Tiefsee kommt dieser Langschwanz-Seehecht auch auf unsere heimischen Teller. Mit seinem schmackhaften, zarten weißen Fleisch gewinnt er immer mehr Freunde. Er wird ausschließlich als gefrostetes Filet angeboten, da Hokifleisch sehr empfindlich ist und gleich an Bord der Fangschiffe verarbeitet und tiefgefroren werden muss. Die meisten Fänge sind um Neuseeland/Australien, Chile/Argentinien und Japan zu verzeichnen. Hier leben die Schwarmfische in Tiefen von 400 bis zu 5.000 Metern. Nach Greenpeace sind die Bestände aber bereits um 80 Prozent geschrumpft. In den Schleppnetzen der Hoki-Fischerei verenden auch Haie, Robben und Seevögel, darunter geschützte Albatrosse, außerdem werden empfindliche Tiefsee-Lebensräume zerstört.

Deshalb wird von mir kein Versuch unternommen, die geschmackliche Qualität des Hoki zu testen.

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